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Elektronische Liebesgrüße aus Moskau: E-Cards ersetzen klassische Postkarten

eCards

Eine Postkarte vom aktuellen Urlaubsort an die Daheimgebliebenen zu schicken, gehört für viele Menschen zu einer schönen Tradition geworden. Im digitalen Zeitalter angekommen, sind die Grußkarten aber mittlerweile immer öfter auch elektronisch als sogenannte E-Cards unterwegs.

Animierte Grüße zum Geburtstag oder Valentinstag

Ein schönes Motiv wählen, einen individuellen Text dazu schreiben und den Adressaten angeben: Im Grunde funktionieren E-Cards wie ihre papierenen Pendants. Der Name ist passenderweise ein Mix aus den englischen Begriffen „electronic“ und „postcard“. Die digitale Vorgehensweise hat natürlich die üblichen Vorteile. So können Grußkarten rund um die Uhr von jedem Ort der Welt mit Internetzugang verschickt werden. Zudem spart man sich das Porto, da die E-Card-Anbieter ihre Dienste in der Regel kostenlos zur Verfügung stellen. Will man nun eine elektronische Grußkarte verschicken, besucht man zunächst eine der zahlreichen Webseiten dazu.

Je nach Anlass stehen Ihnen hunderte von Motiven zur Verfügung. Besonders beliebt scheinen Geburtstagsglückwünsche oder Dankeskarten zu sein, aber auch Ereignisse wie der Valentinstag, Weihnachten oder Silvester. Immer häufiger nutzt man E-Cards als Einladungen zu bestimmten Feiern. Manche Seiten warten mit ausgefalleneren Anlässen wie Karten zur Fußball-Weltmeisterschaft auf. Neben den „starren“ E-Cards gibt es zudem eine große Auswahl an animierten Grafiken. Das können einfache Gifs sein oder aufwändig mit JavaScript beziehungsweise Flash oder HTML5/CSS3 programmierte Cards. Falls das Angebot nicht gefällt oder die Karte generell einen persönlichen Touch bekommen soll, können Sie mitunter sogar eigene Fotos, beispielsweise der Schnappschuss vom Strand, hochladen, bearbeiten und schließlich versenden. Zum Verschicken muss nur die eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers angegeben werden. Die meisten Anbieter leiten dann über eine automatisch generierte Mail einen Link an die Zielperson weiter. Wird dieser angeklickt, öffnet sich die Webseite des Anbieters und die E-Card kann betrachtet werden. Deutlich seltener sind E-Cards, die direkt als fertige Mail verschickt werden können. Zum einen, weil der programmiertechnische Aufwand ungleich höher ist. Zum anderen, weil sich die Anbieter über Werbeanzeigen auf ihren Seiten finanzieren und dank der versendeten Links entsprechend hohe Klickzahlen erreichen.

Vorsicht vor unseriösen Anbietern bei E-Cards

Rechtlich gesehen standen E-Cards nicht zuletzt genau deshalb lange in Verruf, da die generierte Link-Mail und die damit einhergehende Weiterleitung auf die Webseite des Anbieters als unerwünschte Werbung eingestuft wurde. Inzwischen ist bei fast allen Betreibern daher eine Nutzerauthentifizierung in Form einer Registrierung notwendig. Trotzdem besteht weiterhin die Gefahr, dass sowohl die eigene E-Mail-Adresse als auch die des Empfängers für unaufgeforderte Werbemails verwendet oder an Dritte verkauft wird. Insbesondere bei unseriös wirkenden Seiten sollten Sie aus diesem Grund lieber auf eine E-Card verzichten oder sich einen anderen Anbieter suchen. Einen guten Kompromiss aus digitaler und analoger Welt bieten womöglich Seiten, auf denen man wie bei manchen E-Cards eigene Fotos hochladen oder Bilder bearbeiten kann, diese aber im Anschluss gedruckt und mit einer Briefmarke versehen an die gewünschte Person verschickt werden. Beispielseiten dafür sind urlaubsgruss.com und postalo.de. Wofür Sie sich letztlich auch entscheiden mögen: Wichtig bleibt doch, dass die Grüße ankommen – und der Empfänger angesichts des schicken Urlaubsbildes vor Neid erblasst.