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Spam Mails: Vorbeugung ist möglich

Spam-Mails

Das britische IT-Beratungsunternehmen “pingdom” hat die globale E-Mail-Kommunikation für 2010 geschätzt und kam auf weltweit circa 107 Billionen Mails – 89 Prozent aller Inhalte waren Spam. Die Computerviren-Spezialisten von MessageLabs meinten dazu: Die weltweite Surf-Community ist selber schuld – ein oft unzureichender Virenschutz und unvorsichtiges Surfen helfen Spammern recht effektiv dabei, den eigenen PC zu kapern und in ihre “Botnets” zu integrieren.

Was ist ein “Botnet”?

Ein Botnet ist Grundvoraussetzung für alle Spammer-Aktivitäten: Der PC wird über oft ebenfalls gespammte Malware (Schadprogramme) in das Bot-Netzwerk integriert und funktioniert dort als Sende-Station und Adressen-Crawler. Der Besitzer des Computers merkt oft nicht einmal etwas davon.
Das Prinzip der Crawler (oder Bot-Robots): Sie durchforsten alle erreichbaren Webinhalte nach E-Mail-Adressen und leiten diese an die Computer des Botnets weiter. Übrigens mit deutlichem Trend zur Lokalisierung – 2010 stammten bereits zehn Prozent des Spams in Deutschland aus lokalen Quellen. Trotzdem ist das persönliche “Spam-Aufkommen” eingrenzbar – einige Regeln helfen dabei, die Belästigung zu limitieren.

Sorgsamer Umgang mit den eigenen Daten

Botnets lieben Gästebücher, Foren und alle anderen Features des Web 2.0, in denen E-Mail-Adressen der Benutzer hinterlegt sind. Experten raten daher zum sorgfältigen Umgang mit den eigenen Daten und den Adressen der persönlichen Kontakte. Für die Teilnahme an Gewinnspielen, Umfragen, Online-Games und sogar beim virtuellen Shoppen richtet man sich am besten ein separates Postfach ein, das bei zu großem Spam-Befall gewechselt wird. Eine etwas originellere Namenswahl erschwert den Botnets das automatische “Erraten” von Mail-Adressen. Wer selbst eine Webseite oder ein Blog betreibt, kann die E-Mail-Daten von Besuchern leicht durch die Einbindung von anonymisierten Kontaktformularen schützen.

Spam-Filter und E-Mail-Verschlüsselung

Die meisten E-Mail-Programme bieten integrierte Spam-Filter an – man muss sie allerdings auch aktivieren und ist bei durchschnittlichem Mailaufkommen dann meist wirksam vor Spam-Attacken geschützt. Für eine umfassendere Spam-Abwehr gibt es zusätzliche Programme – übrigens auch als kostenlose Freeware – bei denen man die Spam-Einstellungen wesentlich feiner definieren kann.
Falls man die eigene E-Mail-Adresse – etwa auf einer Webseite – veröffentlichen muss, bieten sich spezielle Verschlüsselungen an, alternativ leitet man die dort eingehenden E-Mails auf eine Freemail-Box mit aktiviertem Spam-Filter weiter.

Spam nicht öffnen, sondern löschen

Wichtig ist: Spam-Mails möglichst gar nicht öffnen und vor allem die Bilder und Links in der unerwünschten Post nicht anklicken. Neben der Gefahr der Malware-Aktivierung bestätigen die Klicks dem Versender respektive Spammer auch, dass der Empfänger existiert – vermutlich leitet dies eine neue Flut von Spam-Post ein. Aus dem gleichen Grund sollte der eigene E-Mail-Client so eingerichtet sein, dass ein automatische Grafik-Downloads oder Link-Aktivierungen nicht möglich sind.