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E-Mail-Viren: Die unsichtbare Gefahr

eMail-Virus

Viren und Würmer beeinträchtigen nicht nur im realen Leben unseren Alltag, sondern können auch in der digitalen Welt unsere geliebten PC’s, Tablets und Smartphones richtig krank machen. Mit ein wenig Vorsicht kann man aber immerhin die größten Gefahren im E-Mail-Verkehr leicht umgehen.

Zehn Milliarden Dollar Schaden dank einem Virus

Dass Viren und sonstige illegale Aktivitäten im Netz längst keine Späße unter gelangweilten Programmierern mehr sind, die man als nerdige Spielereien abtun kann, wurde bereits vor über 10 Jahren deutlich. Der „I-love-you-Virus“ (im Jahr 2000) grassierte und verursachte insgesamt Schäden in Höhe von circa zehn Milliarden Dollar. Der Wurm erregte die Aufmerksamkeit derart vieler Menschen, dass er sich in kürzester Zeit rasant verbreitete – ein Schreckensszenario für jeden IT-Sicherheitsbeauftragten. Dabei ist davon auszugehen, dass der mutmaßliche Täter Onel de Guzman nicht einmal aus direkter Boshaftigkeit gehandelt hat. Seither haben sich die Antivirenprogramme stark verbessert. Die Motivation und Fähigkeiten der Hacker und Programmierer allerdings auch. Zumal Angriffe inzwischen überwiegend mit wirtschaftlichen Interessen verbunden sind. Der Online-Zahlungsverkehr hat mittlerweile derart stark zugenommen, dass erbeutete Kreditkartendaten ein mehr als lohnendes Ziel darstellen. Folgende Tipps sollte man beherzigen, wenn man einigermaßen sicher mit E-Mails verfahren möchte.

Aktuelle Antivirensoftware sorgt grundsätzlich für Schutz

Eines vorneweg: Einen hundertprozentigen Schutz gibt es, wie so oft im Internet, leider nicht. Kein Mechanismus der Welt ist auf Dauer unknackbar. Das große Problem für die Programmierer von Antivirensoftware besteht darin, dass sie immer nur auf neue Bedrohungen reagieren können, statt aktiv zu agieren. Dennoch kann man mit aktualisierten Antivirenprogrammen schon mal einen Großteil der bekannten Viren abhalten. Die meisten derzeit kursierenden Viren sind mehr oder minder „schlampig“ programmiert und werden auch von Gratis-Software souverän erkannt. Aufgrund ihrer massenhaften Verbreitung stoßen sie allerdings von Zeit zu Zeit auf ungeschützte oder nicht upgedatete Rechner, sodass auch diese aus Hackersicht zum gewünschten Erfolg führen. Deshalb ist es unabdingbar, stets eine aktuelle Version eines Antivirenprogramms mit einer sich regelmäßig erweiternden Datenbank am Laufen zu haben. Es ist jedoch nicht ratsam, mehrere Programme parallel installiert zu haben, da sich diese im schlimmsten Fall gegenseitig blockieren. Die leidliche Frage, ob kostenlose Antivirensoftware überhaupt einen ähnlichen Schutz bieten kann wie kostenpflichtige, ist müßig. Letztlich erhöhen kostenpflichtige Angebote auch nur die Chance, relativ geschützt zu sein oder bieten zusätzliche Sicherheitsoptionen. Für die meisten privaten Rechner sind Freeware-Angebote jedoch ausreichend.

Unseriöse Betreffzeilen und unbekannte Absender mit Vorsicht genießen

Hat es eine Mail bis in den Posteingang geschafft, ohne beim Mail-Anbieter oder der Antivirensoftware aufzufallen, ist das noch kein Grund für blindes Vertrauen. Eine Mail sollte vor dem Öffnen auf drei wesentliche Aspekte überprüft werden:

  • Wer ist der Absender?
  • Wie lautet der Betreff?
  • Sind Anhänge vorhanden?

Absendern, die nicht aus dem Umfeld bekannt sind, sollte generell mit Skepsis begegnet werden. Erst recht, wenn im Betreff dubiose Versprechen oder fremdsprachige Botschaften enthalten sind. Überprüfen Sie den bisherigen Mail-Verkehr und Ihr Surfverhalten dahingehend, ob eine Mail überraschend kommt oder nicht. Ist es nicht erklärbar, in welchem Zusammenhang diese Nachricht an Sie verschickt worden sein sollte und wirkt der Absender oder Betreff nicht seriös, ist es ratsam die Mail lieber nicht zu öffnen. Mitunter ist es hilfreich,den verdächtigten Betreff in Suchmaschinen einzugeben. Bekannte Betrugsfälle werden schnell in Foren und dergleichen verbreitet.

Hat eine Nachricht einen Anhang, achten Sie unbedingt auf das Format. Handelt es sich dabei nicht um in der Kommunikation gängige Dateitypen wie .doc oder .jpg für Text- beziehungsweise Bilddateien, ist Vorsicht geboten (beim „I-love-you-Virus“ wurde eine herkömmliche .txt-Datei mit .vbs erweitert). Auch hier gilt: Ist das Dateiformat unbekannt, sollte man sich vorher darüber informieren. Besonders kritisch zu betrachten sind komprimierte Dateipakete, beispielsweise als .zip-Anhang. Falls möglich, sollte man das Paket mit einem Antivirenprogramm gesondert überprüfen.