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Fünf Programme gegen Viren, Trojaner und Co.

Antivirenprogramme

Viren und Würmer lauern im Internet zwar überall, doch insbesondere die E-Mail-Kommunikation ist in den letzten Jahren zur Zielscheibe von Hackern geworden. Zwar gibt es diverse Antivirenprogramme, die Schutz vor den meisten Bedrohungen im Netz bieten, doch genauso wichtig ist eine effektive Software für das Mail-Postfach. Welche Angebote es aktuell gibt und mit welchem Sie die besten Resultate im Kampf gegen Malware-Angriffe erzielen, zeigt Ihnen unsere Übersicht.

Kaspersky Internet Security 2014

Ein Unternehmen, das seit Jahren zu den führenden Anbietern von Antivirensoftware gehört, ist das russische Kaspersky Lab. Die Sicherheitsinstitute AV Comparatives und AV-Test kürten deshalb nicht ganz überraschend die aktuelle Version zum „Produkt des Jahres“. Diese umfasst neben Anti-Phishing-Mechanismen auch eine Art doppelte Firewall, die es Hacker-Angriffen deutlich schwerer macht. Zudem scannt das Programm das System permanent auf Schwachstellen und versucht damit Eindringlingen zuvorzukommen. In puncto E-Mail ist zusätzlich die integrierte Anti-Spam-Funktion von Bedeutung, die gefährliche Mails sofort blockiert. Im Monats-Abo ist „Internet Security 2014“ beispielsweise für 3,99 Euro zu haben. Wer mehrere Geräte mit möglicherweise verschiedenen Betriebssystemen schützen will, greift auf „Kaspersky Internet Security – Multi Device“ zurück.

Bitdefender Internet Security

Ebenfalls mit Bestnoten ausgezeichnet wurde der rumänische Softwareentwickler Bitdefender, der unter anderem von der Deutschen Bundespolizei und diversen Zeitschriften als derzeit bestes Antivirenprogramm empfohlen wird. Das Programm läuft nach einmaliger Konfiguration im Hintergrund und besticht durch minimalen Ressourcenverbrauch. Im sogenannten Autopiloten agiert es eigenständig und sucht nach den bestmöglichen Sicherheitsentscheidungen. Für Bankgeschäfte oder Online-Einkäufe kommt ein eigens konzipierter Browser zum Einsatz, der Daten anonym und verschlüsselt über sichere Leitungen verschickt. Der Cloud-basierte Spam-Schutz blockiert Mails, noch bevor sie auf dem Computer gespeichert werden. Mittels konfigurierbarer Filter lernt das Programm dazu und kann schon nach kurzer Zeit zuverlässig herkömmlichen Spam den Nutzerwünschen entsprechend behandeln. Die Jahreslizenz für einen PC kostet 49,95 Euro.

Avira Internet Security Suite

Die Anwendung der deutschen Firma Avira komplettiert das Treppchen. Beim Surfen im Netz gibt das Programm Sicherheitsbewertungen von Seiten ab und warnt vor schädlichen Seiten. Gleichzeitig wird verhindert, dass das Suchverhalten aufgezeichnet wird (tracking). Unnötige Werbung und Pop-Ups werden ebenso unterdrückt. Das in der Software enthaltene Tool „Avira System Speedup“ untersucht den Rechner bei Bedarf auf Cookies, Protokolle oder nicht mehr benötigte Dateien und entfernt diese. Dadurch wird die Leistung des Systems merklich verbessert. Ähnlich wie bei Bitdefender wird mit Cloud-Technik verhindert, dass mit Viren oder Ähnlichem infizierte E-Mails in den Posteingang gelangen. Für zwölf Monate Sicherheit werden 44,95 Euro fällig.

avast! Free Antivirus 2014

Platz eins unter den kostenlosen Programmen sichert sich die tschechische Software „avast! Free Antivirus“. Die übersichtliche Bedienung und der grundlegende Schutz zählen zu den großen Stärken der Freeware. Überwacht wird nicht nur die Festplatte, sondern auch der Mailverkehr. Der automatische Boot-Scan lässt das Programm in regelmäßigen Abständen das gesamte System überprüfen. Wie auch Avira warnt avast! vor dubiosen oder nicht vertrauenswürdigen Webseiten. Stößt man in der Ergebnisliste nach einer Google-Suche auf eine rot markierte Seite, sollte man diese meiden. Viele weitere nützliche Tools suchen beispielsweise nach Updates für veraltete Programme auf dem Rechner oder scannen das System automatisch im Bildschirmschonermodus. Für die komplette Nutzung der Software ist nur eine Registrierung notwendig. Eine extra Firewall und Anti-Spam-Funktionen sind aber nur in den kostenpflichtigen Varianten („avast! Internet Security“ oder „avast! Premier“) enthalten.

Avira Free Antivirus

Wer (noch) kein Geld für Antivirenprogramme ausgeben möchte, aber dennoch soliden Schutz benötigt, hat mit der kostenlosen Version von Avira eine gute Wahl getroffen. Die Freeware basiert auf derselben Technik wie die Premium-Versionen, unterscheidet sich aber bei den erweiterten Funktionen. So werden auch bei „Avira Free Antivirus“ Adware oder Spyware blockiert und bekannte Viren ausgeschaltet. E-Mails und Anhänge werden allerdings nicht vor dem Posteingang überprüft, sondern erst, wenn Dateien über E-Mails bereits in das System gelangt sind. Immerhin kann man ebenfalls in der Gratis-Version fünf Gigabyte an Daten online speichern.

 Fazit

Ungeachtet von Testergebnissen bleibt zunächst festzuhalten, dass kein Antivirenprogramm jemals vollständigen Schutz gewährleisten kann. Als Nutzer kann man lediglich die Wahrscheinlichkeit von Viren, Würmern oder sonstiger Malware befallen zu werden, senken. Die vielfach verbreitete Annahme, Antivirus-Freeware wäre daher genauso gut wie kostenpflichtige Vollversionen, ist nicht korrekt. In der Regel verfügt vollwertige Antivirensoftware über Suchalgorithmen, die unter Umständen auch unbekannte Bedrohungen rechtzeitig erkennen. Freeware kann nur auf bereits bekannte Schädlinge reagieren und ist somit nur als Grundschutz empfehlenswert. Je nach Internetnutzung, Anzahl der verwendeten Geräte sowie deren Betriebssysteme und persönlicher E-Mail-Kommunikation sollte man deshalb überlegen, ob ein Kaufprogramm nicht besser geeignet wäre. Ein gutes Programm erkennt zuverlässig Eindringlinge, hat eine einfache Bedienung, läuft ressourcenschonend und verfügt über nützliche Zusatztools.