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Wie Sie E-Mail-Adressen sauber akquirieren

E-Mail-Adressgewinnung

Je mehr Menschen eine Botschaft erhalten, desto effizienter läuft eine Werbekampagne. Deshalb kommt es insbesondere beim E-Mail-Marketing darauf an, dass der Verteiler möglichst groß ist. Wir zeigen Ihnen, wie das sinnvoll und seriös zu realisieren ist.

Rabattaktionen und Gewinnspiele locken Kunden an

Man könnte den Eindruck gewinnen, die E-Mail-Adressen der Internetnutzer sind heutzutage das höchste Gut im Web. Aus Marketingsicht ist daran durchaus etwas dran. Newsletter in all ihren Formen erreichten in Deutschland im vergangenen Jahr immerhin über 20 Millionen Menschen. Doch ein großer Verteiler bedeutet stets harte Arbeit. Wie macht man also aus potenziellen Kunden zunächst einmal Newsletter-Abonnenten? Als Erstes muss der Newsletter attraktiv gestaltet werden. Nur Nachrichten mit echtem Mehrwert locken Kunden an – und halten diese langfristig. Neben besonderen Informationen können das Rabattaktionen, Ausverkäufe oder Gewinnspiele sein. Optimieren sie Ihre Webseite so, dass Besucher auf das Angebot aufmerksam gemacht werden, ohne sich davon bedrängt zu fühlen. Eine eigenständige Landingpage zum Newsletter lässt sich einfach in andere Marketingkanäle einbinden, beispielsweise beim Facebook-Auftritt.

Double Opt-In strahlt Seriosität aus

Ist das Interesse des Kunden geweckt, folgt der rechtliche Teil. Aus Datenschutzgründen sollte bei der Adressgewinnung stets auf Double Opt-In (engl. für „doppelt anmelden“) gesetzt werden. Der Nutzer muss demnach zwei Mal per gesetztem Häkchen sein Einverständnis abgeben (rechtlich vorgeben ist lediglich ein Opt-In), ab sofort Abonnent oder Gewinnspielteilnehmer zu sein. Im Idealfall sind die Darstellungen dazu werbefrei und die Häkchen liegen in einem deutlichen Abstand voneinander, womöglich auf verschiedenen Unterseiten. Alles andere wirkt wenig seriös. Gesetzlich vorgeschrieben ist die sogenannte Einwilligungsklausel. Nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ist die Einwilligung nur wirksam, wenn der Nutzer sich frei entscheiden konnte. Dazu gehören auch umfassende Informationen zur Sache. Es muss jederzeit ersichtlich sein, an wen die gesammelten Daten gehen und wer sie in welcher Art verwendet.

Teilnahmebedingungen unabhängig von der Datennutzung angeben

In puncto Datenschutz ist es für Unternehmen nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) vorgeschrieben, einen Datenschutzbeauftragen (DSB) einzusetzen. Außerdem muss das Datenverarbeitungsverfahren registriert und das öffentliche Verfahrensverzeichnis veröffentlich werden. Ist auch nur einer dieser Aspekte nicht in ausreichendem Maße gewährleistet, hat das nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern verschreckt abermals die Nutzer. Zwielichtige Praxis ist es bei Gewinnspielen oftmals, den Verweis auf die Verwendung der Daten in den allgemeinen Teilnahmebedingungen versteckt zu platzieren. Da diesen zugestimmt werden muss, erklären sich regelmäßig User unbewusst zur Freigabe ihrer Daten bereit. Korrekt wäre es, wenn die Informationen unabhängig von der eigentlichen Teilnahme am Gewinnspiel gesammelt würden. Umsetzen lässt sich das, indem man nicht in Verbindung stehende Checkboxen einbaut: eine für die Teilnahmebedingungen, eine für die werbliche Nutzung der Kundeninformationen.

Gewinnspiele transparent kommunizieren

Weitere Aspekte, die zwar rechtlich in den meisten Fällen unbedenklich sind, aber wiederum den Ärger der Kunden heraufbeschwören, sind unangemessen lang laufende Gewinnspielaktionen sowie deren intransparente Verlängerung. Das ist erst recht problematisch, wenn die Gewinner dazu scheinbar zufällig verkündet werden. Besser ist es, die Bekanntgabe von vornherein klar zu kommunizieren. Bei einer über einen längeren Zeitraum stattfindenden Aktion mit regelmäßig zu ermittelnden Gewinnern sollten ebenfalls nachvollziehbare Abstände eingehalten und angekündigt werden, beispielsweise wöchentlich oder monatlich. Um das Gewinnspiel ins Gedächtnis der Kunden zurückzurufen und um Missverständnissen vorzubeugen, empfiehlt sich die Bespielung der Social Media-Kanäle mit entsprechenden Informationen.

Generell gilt, dass ein übersichtlicher und transparenter Newsletter beziehungsweise dessen Anmeldungsformular auf lange Sicht mehr Erfolg hat, als ein um jeden Preis um Adressen buhlender Newsletter. Haben die Kunden Vertrauen, sind sie eher bereit, ihre Daten herauszugeben. Unseriöse Geschäftspraktiken führen mitunter dazu, dass Nutzer Wegwerf-Adressen angeben oder den Newsletter schon nach kurzer Zeit wieder abbestellen. Zudem leidet der „gute Ruf“ des Unternehmens.