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Cloud-Service von E-Mail-Anbietern

Cloud-Services für E-Mails

Der Speicherplatz in den E-Mail-Wolken

Wer seine Daten auf verschiedenen Endgeräten nutzt und von überall auf Fotos, Videos oder Dokumente zugreifen möchte, kommt an ihnen nicht vorbei: Clouds. Auch immer mehr E-Mail-Anbieter verbinden die Nutzung von E-Mail-Diensten mit Speicherplatz für Dateien, Videos und Bildern.

Verschiedene Endgeräte, gleiche Dateien

Das papierlose Büro in Form von Cloud Computing war lange Zeit eine Wunschvorstellung. Doch mit der Möglichkeit, Daten im Internet zu speichern, eröffnete sich eine neue Speicher-Dimension. Neben bekannten Cloud-Anbietern können E-Mail-Kunden u.a. auch Speicherplätze von E-Mailanbietern wie WEB.DE, GMX, 1&1 und der Deutschen Telekom in Anspruch nehmen.

TelekomCloud: Kostenloser 25-GB-Online-Speicher

Der Vorteil von Cloud-Angeboten durch E-Mail-Anbieter wird bei der Deutschen Telekom mehr als deutlich. Telekom-Kunden profitieren dabei vom kostenfreien Tarif „Mail & Cloud S“. Als Nicht-Kunde oder wenn ein höherer E-Mailspeicherplatz gewünscht wird, kann zwischen den Tarifen „Mail & Cloud M“ (4,99 Euro mtl.) sowie „Mail & Cloud L“ (9,95 Euro) ausgewählt werden. In allen drei Tarifen sind Sync-Plus, also das automatische Synchronisieren aller Dateien und die Mediencenter-Software, mit der bequem alle Dateien vom PC in die TelekomCloud geladen werden können, enthalten. Das Ganze funktioniert natürlich auch im Offline-Modus. Zudem garantiert die Telekom die ausschließliche Datenspeicherung in Deutschland, mit geltenden Deutschen Datenschutzgesetz.

Vorteile für WEB.DE-Kunden

Wer im Besitz eines WEB.DE-Postfaches ist, kann bis zu 2 GB Speicherplatz, 4 GB Cloud-Speicherplatz auf dem Smartphone sowie 4 GB auf dem PC nutzen. Diese dauerhaft zur Verfügung stehenden 10 GB können kostenfrei genutzt werden. Bedarf es weiterem Speicherplatz, stehen Kunden 20 GB (1,99€/Monat) und 50 GB (4,99€/Monat für Free-Mailer oder 0,99€/Monat für WEB.DE-Club-Mitglieder) zur Auswahl. Das Ultimo sind 100 GB (9,99€/Monat für Free-Mailer oder 4,99€ für WEB.DE-Club-Mitglieder). Wer an den Speicherplatz der WEB.DE Cloud gelangen möchte, muss allerdings Free-Mail-Kunde bei WEB.DE werden. Dafür wird die Speicherung der Daten auf deutschen Servern garantiert. Gleichfalls verweist WEB.DE auf die verschlüsselte Übertragung der Daten. Stiftung Warentest bemängelte jedoch den Schutz und Umgang mit Nutzerdaten.

Unternehmenslaufwerk „1&1 Online Speicher 100“

E-Mail-Service, Speicherplatz und integriertes Online-Office-Paket in einem: Das bietet der „1&1 Online Speicher 100“. Während Nutzer in den ersten zwölf Monaten lediglich 0,99€ zahlen, fallen danach monatliche Kosten ab 6,99€ an. Dabei können die Kunden jedoch auch ihre Kontakte, Termine und den E-Mail-Verkehr über die Cloud organisieren. Besonders für Unternehmen bietet sich laut 1&1 die Möglichkeit, den Service als Unternehmenslaufwerk zu nutzen.

GMX Cloud : „Ausreichende“ Datenspeicherung auf deutschem Boden

Auch GMX-Kunden können ihre Daten in den virtuellen Wolken speichern und das Media-Center als Cloud verwenden. Wie bei WEB.DE ist die Nutzung der Cloud mit einem E-Mail-Konto verknüpft. Dabei stehen 2 GB Speicherplatz kostenfrei zur Verfügung. ProMailer kommen in den Genuss von 5 GB. Top-Mailer können 10 GB Daten in der GMX Cloud speichern. Wer sich zudem für die Media-Center-App entscheidet oder die Fotoalbum-App herunterlädt, bekommt 4 GB zusätzlichen Speicherplatz. Ab 29 GB (ab 1,99€) wird weiterer Speicherplatz bereitgestellt. Doch ähnlich wie WEB.DE konnte die GMX Cloud Stiftung Warentest nur bedingt überzeugen. Als „ausreichend“ bewerteten die Tester den Schutz der Nutzerdaten ebenso wie den Umgang mit diesen. Jedoch garantiert der E-Mail-Anbieter gleichfalls wie WEB.DE die Datenspeicherung auf deutschem Bundesgebiet.

Tipps für (fast) sicheres Cloud Computing

So bequem und einfach die Speicherung von Daten in den virtuellen Wolken auch sein mag, so bedenklich kann sie mitunter auch werden. Die Schlagzeilen rund um den NSA-Skandal und seine Abhörprogramme schärften das Bewusstsein der Nutzer. Forderungen nach einem sicheren Datenverkehr wurden laut. Wer seine privaten Daten vor dem unliebsamen Zugriff Unbefugter schützen möchte, dem steht das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit Tipps zum sicheren Umgang mit Cloud-Computing zur Seite. Demnach stünden die Auswahl und Prüfung des bevorzugten Anbieters an oberster Stelle. Laut dem BMELV verfügen europäische Cloud-Speicherdienste über höhere Datenschutz-Anforderungen als vergleichsweise amerikanische. Eine Garantie gibt es dafür wie bei allen Dingen im Leben allerdings nicht. Wichtig sei es in jedem Falle zu erfahren, wo genau die Daten gelagert werden. Wie so oft gilt auch hier: Das Kleingedruckte wie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen aufmerksam lesen. Überlegen Sie zudem, ob alle Ihre Daten öffentlich zugänglich oder nur für ausgewählte Nutzer einsehbar sein sollen. In jedem Fall gilt: Auf Nummer sicher gehen und Dokumente, die nicht für Dritte bestimmt sind, immer noch am besten in den eigenen vier Wänden aufbewahren.