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E-Mail-Nutzung auf Smartphone und Tablet

E-Mail auf Smartphone und Tablet

Beruf und Privatleben erfordern heutzutage ständige Erreichbarkeit. Während SMS und Instant-Messaging-Nachrichten meist nur auf einem Gerät empfangen werden, sollten sich E-Mails von überall abrufen und schreiben lassen – vom Computer, Smartphone und Tablet. Die Einrichtung des passenden E-Mail-Clients unterscheidet sich dabei je nach Anbieter und Endgerät.

Anbieter-Apps vs. manuelle Einrichtung

Egal ob iOS, Android oder Windows: Jedes Smartphone oder Tablet kann E-Mails empfangen. Vorausgesetzt, Ihr E-Mail-Konto ist bereits vorhanden. Google, Microsoft, Yahoo, GMX, Web.de – die Liste der E-Mail-Provider ist lang. Viele bieten eigene Apps für die mobilen Endgeräte. Der Vorteil dieser liegt in der einfachen Einrichtung. Doch nicht alle Applikationen nutzen das IMAP-Protokoll (Interactive Mail Access Protocol), mit dem Ihr Postfach auf allen Geräten synchronisiert wird. Wird bei der Installation nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, arbeitet die Anbieter-Mail-App mit POP3 (Post Office Protocol), einem der ältesten Übertragungsprotokolle. Die E-Mails werden dann nicht auf dem Server des Anbieters, sondern nur auf dem Computer, Smartphone oder Tablet gespeichert. Das heißt: Versenden Sie eine E-Mail vom Handy aus, können Sie diese später über den Computer nicht mehr abrufen. Haben Sie also verschiedene Geräte und vielleicht sogar mehrere Konten bei unterschiedlichen Providern, sollten Sie auf die Mail-Apps Ihres Smartphones oder Tablets zurückgreifen, um Ihre eigene Ordnung zu schaffen und den digitalen Schriftverkehr optimal nutzen zu können.

E-Mail-Empfang mit Android, iOs und Windows

Obwohl Google, Apple und Microsoft viel Wert darauf legen, sich von ihren Konkurrenten abzugrenzen, so funktionieren ihre Mail-Apps doch im Prinzip gleich. Zunächst öffnen Sie die App und klicken „Konto hinzufügen“ an. Nach Eingabe der E-Mail-Adresse und des Kennworts werden die jeweiligen Einstellungen von Web.de, Yahoo, Gmail usw. meistens automatisch übernommen. Doch um den uneingeschränkten Zugriff von allen Geräten zu gewährleisten, sollten Sie sich die Einstellungen nach der Installation noch einmal genauer anschauen. Zunächst haben Sie die Wahl zwischen IMAP und POP3. Wie bereits genannt, wählen Sie hier am besten IMAP aus, um den Speicher des mobilen Gerätes nicht zu stark zu belasten und die Mails mit anderen Geräten synchronisieren zu können. Damit das Protokoll richtig funktioniert, benötigt es den korrekten IMAP-Server, zum Beispiel „imap.web.de“ oder „imap.mail.yahoo.com“. Ist dieser noch nicht eingetragen, können Sie ihn beim Mail-Provider abfragen. Um Sicherheit beim Schriftverkehr zu gewährleisten, wird in der Regel die SSL-Verschlüsselung („Secure Sockets Layer“) angeboten. Im Feld „Server-Port“ muss dann die Zahl 993 stehen. Zuletzt müssen Sie noch den Postausgangsserver einrichten, der ebenfalls SSL-verschlüsselt ist und dessen Port die Zahl „465“ hat. Bei den meisten Konten sind diese Felder bereits ausgefüllt, doch sollten Sie nochmals alle Einstellungen überprüfen, um Fehlermeldungen zu vermeiden.

Alternative Mail-Apps

Ähnlich wie bei Microsoft Outlook, Mozilla Thunderbird, Apple Mail und Windows Live Mail auf dem Computer, können auch die Tablets und Smartphones mehrere Konten gleichzeitig verwalten. Die E-Mail-Apps von Android, iOS und Windows übernehmen zumeist sogar die Ordnerstruktur der genannten Clients, wenn die E-Mail-Konten auch bei diesen mit IMAP arbeiten. Besonders für die mobilen Endgeräte von Apple und Google finden sich im Internet weitere zahlreiche Alternativen zu den vorinstallierten Mail-Apps. K-9 Mail für Android unterliegt der Apache-Lizenz und ist somit ein kostenloser quelloffener Client, der mit zusätzlichen Optionen wie dem externen Speichern der Datenbank auf SD-Karten überzeugt. Zudem können Sie damit E-Mails per PGP-Verschlüsselung („Pretty Good Privacy“) versenden, die vornehmlich für die digitale Post entwickelt wurde. Speziell für Gmail-Konten auf Android-Smartphones wurde Boomerang entwickelt. Ein Vorteil dieser kostenlosen App ist die „Senden als“-Funktion, bei der man den Namen des Absenders auswählen kann. Zudem können Sie mit dem Snooze-Feature wichtige E-Mails auf später verschieben, ähnlich wie bei einem Wecker. Wer mit der Standard-Mail-App auf seinem iPhone oder iPad unzufrieden ist, sollte einen Blick auf Seed Mail werfen. Der Client sieht nicht nur gut aus, sondern bietet auch eine Option zum sofortigen Beantworten von Mails, wie man es sonst nur von SMS kennt.

Sicherheit als oberste Priorität

Wer aus Faulheit auf ein Passwort oder andere Formen der Sicherheitsabfragen bei seinem Handy oder Tablet verzichtet, der gewährt Langfingern auch Zugriff zu seinen E-Mails und damit zu sensiblen Daten. Doch das eigentliche Sicherheitsrisiko liegt bei den mobilen Endgeräten in den einfach gehaltenen Firewalls und laschen Anti-Viren-Programmen. Zudem werden Spam- oder Phishing-Mails, die vom Computer als gefährlich eingestuft werden, vom Handy oder Tablet teilweise verharmlost, weil das Gerät nicht eindeutig erkennen kann, wohin ein Link führt. Wenn Sie besonders sensible Geschäftsmails über Ihr Smartphone versenden möchten, sollten Sie einen Blick auf Moxier Mail werfen. Diese App für Android-Geräte nutzt eine eigene Verschlüsselung, um Microsoft-Exchange-Konten zu sichern und damit die E-Mails nur für den Empfänger lesbar zu machen. Allerdings lässt sich der Hersteller diese Sicherheit knapp 15 Euro kosten.