Name/Branche
PLZ/Ort
DasÖrtliche
DasTelefonbuch
GelbeSeiten

Messenger Apps: Simst Du noch oder kommunizierst Du schon?

Messenger-Apps

Mit modernen Smartphones kann man nicht nur SMS und E-Mails verschicken oder telefonieren, sondern außerdem mittels verschiedenster Apps kommunizieren. Welche der sogenannten Messaging-Dienste die meisten Nutzer aufweisen, was sie können und welche für bestimmte Zwecke am geeignetsten sind, zeigen wir Ihnen in unserer Übersicht.

Nicht jede App für jedes Betriebssystem

Um auf dem Smartphone schnellen Zugriff auf bestimmte Services zu haben, verwenden Nutzer die unterschiedlichsten mobilen Apps. Neben Anwendungen für beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, das Wetter oder Wikipedia entstanden in den letzten Jahren unzählige Programme, die die Kommunikation untereinander vereinfachen, verbessern oder aufwerten wollen. Dabei ist zu unterscheiden, ob eine App auf ein vorhandenes soziales Netzwerk aufbaut, über die Mobilfunknummer funktioniert oder eine Online-Registrierung notwendig ist. Nicht ganz unerheblich ist zudem die Frage, für welches Betriebssystem eine App verfügbar ist, da dadurch die mögliche Nutzerzahl unter Umständen bereits eingeschränkt wird.

WhatsApp

Eine der zurzeit bedeutsamsten Anwendungen ist das 2009 in Kalifornien entwickelte Programm WhatsApp. Ende des vergangenen Jahres verzeichnete das Unternehmen eigenen Angaben zufolge weltweit 400 Millionen aktive Nutzer, davon allein in Deutschland 20 Millionen. Diese Zahlen lassen sich wohl auch darauf zurückführen, dass WhatsApp für Android, Blackberry, iOS, Nokia und das Windows Phone verfügbar ist und damit die Branchengrößen komplett abdeckt. Die Bedienung ist schnell und unkompliziert, in Einzel- oder Gruppengesprächen lassen sich Nachrichten, Bilder und Videos in allen gängigen Formaten versenden. Neu ist die Sprachaufnahme, die sich mit einem einfachen Tastendruck aktivieren lässt. Andere Nutzer werden automatisch hinzugefügt, sobald man deren Mobilfunknummer abgespeichert hat. Inzwischen ist nach einem kostenlosen Nutzungsjahr eine geringe Gebühr fällig.

Facebook Messenger

Auf lange Sicht ärgster Konkurrent von WhatsApp könnte der Facebook Messenger werden. In der neuen Version werden Nutzer ebenfalls über die Mobilfunknummer hinzugefügt. Hinzu kommen die Kontakte, die man ohnehin schon als Freund in seinem Facebook-Netzwerk hat. Versendete Nachrichten kosten wie bei WhatsApp kein Geld, solange der eigene Mobilfunk-Tarif das entsprechende Internet-Datenvolumen enthält. Nach einigen Änderungen überzeugt der Facebook Messenger mit einem übersichtlichen Design und schnelleren Lade- und Verarbeitungszeiten. Großer Pluspunkt sind die kostenlosen VoIP-Anrufe. Den Gratis-Messenger gibt es bislang allerdings nur für iOS und Android.

iMessage

Wie in anderen Software-Segmenten auch (wie zum Beispiel Apple Mail als E-Mail-Client), bietet Apple seinen Nutzern einen hauseigenen Instant Messaging-Dienst an. Zwischen zwei oder mehr Geräten mit iMessage können problemlos Nachrichten, Bilder und Videos verschickt werden. Notwendig für die Registrierung ist die Apple-ID des Nutzers. Kontakte können wahlweise via ID oder Telefonnummer hinzugefügt werden. Verwendet man iMessage auf mehreren Geräten, lassen sich geführte Gespräche synchronisieren.

Skype

Trotz sehr großem Potenzial ist Microsofts Skype nicht das verbreitetste Instant-Messaging-Programm unter den Smartphones. Dabei sind die Funktionen äußerst umfassend: Skype ermöglicht kostenlose Video- und Sprachanrufe über eine 3G- oder WLAN-Verbindung, erlaubt das Versenden von Sofortnachrichten und Daten in beliebiger Größe und sogar kostengünstige Anrufe an Handys und Festnetztelefone. Die App ist mittlerweile für Android, iOS, Blackberry, Symbian und das Windows Phone erhältlich. Im Hinterkopf der Nutzer stecken aber vielleicht noch die Querelen, die Skype mit diversen Mobilfunkanbietern hatte und die zu einer zeitweise eingeschränkten Nutzung geführt haben.

Viber

Ähnlich wie Skype ist Viber insbesondere als kostenloser VoIP-Anbieter bekannt. Da die Anrufe über die Internetverbindung des Smartphones durchgestellt werden, verwenden viele Nutzer mit einer Internet-Flat den Dienst, um Geld beziehungsweise Guthaben für Anrufe über die herkömmlichen Provider einzusparen. Einzige Voraussetzung für das Zustandekommen eines Gesprächs ist das Vorhandensein der App auf den Geräten der Gesprächsteilnehmer. Im Gegensatz zu Skype wird kein Nutzerkonto benötigt, sondern lediglich die aktive Telefonnummer verwendet. Unklar ist, warum Viber auffällig große Datenmengen sammelt und speichert.

Line

Der japanische Anbieter Line ist mit über 260 Millionen Nutzern längst ein ernst zu nehmender Konkurrent von WhatsApp und Co. geworden. War Line zunächst überwiegend in Asien aktiv, gibt es mittlerweile auch eine deutschsprachige Version. Zu den üblichen Funktionen, die man auch bei den anderen Diensten findet, gesellen sich ein intelligenter Newsfeed, Video-Telefonie, Spiele und ein nützlicher Desktop-Client, mit dem sich die Gespräche von unterwegs daheim weiterführen lassen. Dank der automatischen Synchronisation zwischen beiden Clients kann man nahtlos fortfahren.

Hike

Wer die Vorzüge von WhatsApp zu schätzen weiß, aber großen Wert auf Sicherheit legt, ist bei Hike gut aufgehoben. Die App, die für iOS, Android und das Windows Phone erhältlich ist, versendet unentgeltlich Nachrichten über das Internet mittels 128-Bit SSL-Verschlüsselung. Außerdem erfolgt keine Nutzeridentifizierung am Server anhand der IMEI (International Mobile Equipment Identity). Ansonsten präsentiert sich Hike angenehm schlicht und unkompliziert.

Joyn

Als Antwort auf die emporschießenden Messaging-Dienste entwickelte die GSM Association (Industrievereinigung der internationalen Mobilfunkanbieter) 2012 einen Alternativ-Dienst zu bestehenden Programmen, da diese für die Netzbetreiber unwirtschaftlich sind. Auf diese Weise erhoffte man sich, die schrumpfenden SMS-Umsätze kompensieren zu können. Bislang ist das ambitionierte Vorhaben aber nicht über das Beta-Phase-Stadium hinausgekommen, was sich vor März 2014 auch nicht ändern wird. Wer Joyn schon jetzt verwendet (beispielsweise über Telekom Deutschland), hat einen ähnlichen Leistungsumfang wie bei den Branchengrößen. Datenschützer loben die dezentrale Struktur des Dienstes.

Fazit:

Messaging-Dienste sind unglaublich praktisch, schnell und unkonventionell im Vergleich zur klassischen E-Mail. Für jeden Zweck und Anspruch ist der richtige Dienst dabei. Und es werden mehr und mehr solcher Messaging-Dienste auf den Markt drängen. Bleibt nur noch zu sagen: Viel Spaß beim whatsappen, skypen, joynen, hiken, vibern, facebooken und linen!