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Instant Messaging: Alles Wissenswerte über Skype und Co.

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Das Internet ist zwar nicht frei von unschönen Nebenaspekten (ob nun Viren, Abo-Fallen oder aktuell Datenüberwachung), zählt aber völlig zu Recht zu den größten Errungenschaften der Menschheit. Denn nie zuvor war es einfacher über große Distanzen derart schnell zu kommunizieren. Zwar ist die klassische E-Mail nach wie vor zuverlässig und gerade bei eher formalen Angelegenheiten die richtige Wahl, noch fixer geht es allerdings mit Skype, ICQ und Co.: Die Rede ist von Instant Messaging-Diensten.

Messenger vereinen Vorzüge der E-Mail

Unter Instant Messaging versteht man eine Online-Kommunikationsform, bei der Nachrichten über einen Client sofort untereinander verschickt und gelesen werden können. Im Vergleich zur E-Mail ist man unmittelbar in der Lage die Reaktion des elektronischen Gegenüber zu erkennen und entsprechend zu handeln. So kann in kürzester Zeit ein Gespräch entstehen und ein Gedankenaustausch stattfinden. Dabei schlagen die sogenannten Instant Messenger die herkömmliche Mail nicht nur in puncto Geschwindigkeit, sondern vereinen sogar deren Vorzüge und ergänzen sie um weitere Aspekte, die die Kommunikation noch komfortabler machen. Wie bei der E-Mail kann eine Nachricht an eine oder gleich mehrere Personen gehen, die man in einem Adressbuch oder einer Kontaktliste gespeichert hat. Ebenso lassen sich alle gängigen Dateiformate an eine Nachricht anhängen und teilweise sogar direkt im Client öffnen. Ein Umstand, der Instant Messenger mittlerweile auch in Unternehmen beliebter werden lässt. In der Regel kann man nach dem Versenden seines Inhalts erkennen, ob und wann der Zielteilnehmer darauf zugegriffen hat beziehungsweise wann er überhaupt zuletzt online war. Bei Bedarf ist es allerdings auch möglich seine Spuren mit den richtigen Nutzer-Einstellungen zu verwischen und quasi unsichtbar für andere den oder die Messenger zu nutzen.

Der Mailer-Daemon kann einpacken

Nicht nur das Versenden geht schneller von der Hand respektive Tastatur. Man wird auch eher informiert, sobald eine Nachricht (möglicherweise wegen Verbindungsproblemen) nicht zugestellt werden konnte. Ein klarer Vorteil gegenüber dem fast gefürchteten Mailer-Daemon, der mitunter doch einige Minuten braucht, ehe das Nichtversenden einer E-Mail signalisiert wird. Da man bei Instant Messaging-Diensten ein eigenes Profil anlegt, das meist über eine Suchfunktion gefunden werden kann, hat man zudem die Sicherheit auch garantiert die richtige Person anzuschreiben (es sei denn Username und Profilbild sind doch zu kryptisch). Tippfehler in der Mail-Adresse sind somit ebenfalls ausgeräumt. Eher Schnickschnack, aber mitunter ganz nett: Einige Messenger bieten besonders viele Smileys oder Mini-Spiele an, die in privaten Konversationen durchaus unterhaltsam sind.

Hauseigene Protokolle sorgen für den Wermutstropfen

Technisch funktioniert das Ganze über eine eigens dafür konzipierte Software, dem Client, die der Nutzer auf seinem Gerät installiert. Dieser Client ist direkt mit dem Internet oder mit einem Server des Anbieters verbunden. Das sogenannte Push-Verfahren sorgt dann letztlich dafür, dass im Chat die Nachrichten sofort an den Gesprächspartner versendet werden und im Umkehrschluss Informationen zum Sendestatus umgehend zurück übermittelt werden. Problematisch ist die Tatsache, dass die meisten Dienste eigene Protokolle entwickelt haben, die untereinander inkompatibel sind (eine Ausnahme: ICQ und AIM). Will heißen: Ist man selbst Nutzer von Dienst A, möchte aber mit Kontakt K kommunizieren, der selbst nur Dienst B nutzt, muss man wohl oder übel auch dessen Messenger installieren. In diesem Punkt schlägt die universelle E-Mail dann doch einmal die Chat-Programme.

Vier größere Anbieter am Markt

Im Laufe der Jahre gab es nicht nur viele soziale Netzwerke, sondern bestimmt ebenso viele Messenger. Durchgesetzt haben sich im Grunde fünf:

  • AIM: Der AOL Instant Messenger enthält sämtliche Funktionen, die ein moderner Messaging-Dienst haben muss. Wer eine AOL-Mail-Adresse besitzt, bekommt über den Client praktischerweise einen Hinweis bei neu eingegangenen E-Mails. Ziemlich nervig sind die permanenten Werbeeinblendungen und der überdurchschnittliche Ressourcenverbrauch auf dem Rechner.
  • ICQ: Über 400 Millionen Nutzer können kaum irren: ICQ gibt es seit 1998 und schlägt die Konkurrenz wohl auch einfach mit Erfahrung. Der Dienst ist besonders in Deutschland sehr beliebt und sollte neben Skype für Einsteiger zu den Starterpaket gehören. Unschön: In Sachen Datenschutz nimmt es der Anbieter nicht so genau, geistige Eigentumsrechte werden beim Senden von Inhalten abgetreten. AIM und ICQ sind kompatibel.
  • Yahoo!: Das funktionalen Pendant zu AIM und ICQ: Der Yahoo-Messenger. Streitbares Design, viel Speicher nötig, aber solide Ausführung.
  • Skype: Überzeugt als Gesamtpaket. Sehr gute Videotelefonie und Instant-Messaging-Funktionen in Einem sind einfach praktisch. Ideal wäre eine Verbindung mit ICQ. Funktioniert allerdings nicht und bleibt wohl auch Wunschdenken.